Gunung Kawi

      

Oft ist der Parkplatz in der Nähe der in Fels gehauenen Denkmäler voll von fliegenden Händlern und auch entlang der vielen Stufen, die in dieses wunderschöne Tal des Pakrisan-Flusses führen stehen einige Verkaufsshops, doch nicht verzweifeln…., am Eingang erwartet sie (nicht immer) eine junge Dame, die sie durch das Tal der Heiligtümer und kunstvoll angelegten Reisterrassen führt. Also, wenn der Sarong mit Schal umgelegt ist, treten sie bitte ein………

Den Eingang aus felsigen Wänden haben wir bereits hinter uns gelassen, auch die bemooste Felsenhöhle gleich rechts nach dem Eingang, die aus dem Jahr 1100 n. Chr. Stammen soll. In dieser Behausung haben in grauer Vorzeit Mönche gewohnt, erzählt uns Ariani. Weiter, ein paar Stufen hinunter gehen wir über eine steinerne Brücke, die über das Pakrisan-Flüsschen führt auf die andere Seite der Schlucht an einem Tempel vorbei nach links. Puhh…., hier hat der Riese Kebo Iwo ganze Arbeit geleistet! Er soll nicht nur die Elefantenhöhle, sondern auch diese Candis mit seinen Daumennagel aus dem Vulkangestein gekratzt haben!! (Seid vorsichtig, den Balinesen kann man nicht alles glauben!)

    

Hier stehen sie nun unmittelbar vor diesen 5 gewaltigen Monumenten, sie sind vermutlich dem Koenig Udayana und seinen Hauptfrauen geweiht. Diese, vor mehr als 900 Jahren errichteten Felsengräber sind ein Beispiel balinesischer Steinmetzkunst, sagt uns Ariani und verbeugt sich vor dieser gigantischen Anlage im typisch hinduistischen Stil. Vorbei an diesen mächtigen Felsen flussaufwärts führt ein Pfad über die Reisterrassen durch einen Minibauernhof zu einem kleinen Wasserfall. Im klaren Pool kühlen wir uns ein wenig ab, genießen die Ruhe und Abgeschiedenheit (keine Verkäufer weit und breit in Sicht!) , dann gehen wir zurück durch einen Spalt rechts neben den Heiligtümern in ein nur barfuß zu betretendes , buddhistisches Refugium, dessen Felswände Meditationsnischen bergen, die vermutlich von buddhistischen Mönchen vor über 900 Jahren geschaffen wurden. (Vielleicht waren es aber auch nur die Bauunterkünfte der Steinmetze?)

    

Auf dem Rückweg kommen wir noch an einer Gruppe von ebenfalls etwa 7m hohen Candis vorbei. Diese 4 Felsengräber erinnern angeblich an die vier Lieblingskonkubinen des Herrschers. (da muss ja mächtig was los gewesen sein zu dieser Zeit!) und dann geht es schon wieder am Eingang und einer Felsenhöhle Richtung Ausgang und wir genießen den Blick auf die malerischen Reisterrassen noch einmal, bevor uns wieder die Sarong, Sarong Rufe aus dem Dornröschenschlaf erwecken…….